Titel des Hörstücks

Features

Deutschlandfunk Kultur: Seepferdchen auf dem Trockenen - Freischwimmen mit Warteliste

Geschlossene Bäder – keine Schwimmkurse - Schulschwimmen nur in Kleingruppen.
In diesem Sommer werden viele Kinder, die sonst schon im Wasser herumtoben würden,
in der Sandburg bleiben. Mehr als 100 000 warten darauf schwimmen lernen zu können.
Die Kurse sind ausgebucht, die Wartezeiten lang. „Es wird Jahre dauern, bis wird das
abgearbeitet haben“, sagt Alexander Gallitz vom Deutschen Schwimmlehrerverband.
Hinzu kommt, dass Kollegen und Kolleginnen sich während des Lockdowns beruflich
umorientieren.

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Deutschlandfunk Kultur: Warmduscher werden Winterschwimmer

Es kostet immer noch Überwindung. Seit sechs Jahren steigt Jaqueline Jänike bei Wind und Wetter, Schnee und Frost in den Heiligen See in Potsdam. Eine halbe Stunde hält sie in eiskaltem Wasser aus und hat schon Medaillen gewonnen bei Eisschwimm-Weltmeisterschaften. „Du gehst da jetzt nicht rein, oder?“ Früher haben Spaziergänger schon mal den Rettungsdienst gerufen, heute sind sie den Anblick gewohnt. Wegen der pandemiebedingten Schließung der Hallenbäder, bilden sich an vielen Seen Trainingsgruppen. Es kann eine Viertelstunde dauern, bis Jaqueline - anschließend dick eingemummelt - aufhört zu zittern. Aber sie ist glücklich.

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Deutschlandfunk Kultur: Alte Sportart als neuer Trend – Schlagball wird wieder populär

Viele kennen ihn aus der Schule. Der kleine rote Lederball aus dem Sportunterricht ist Relikt eines Spieles, das früher sehr populär war. „Schlagball hieß der Sport jener Schuljahre“, schreibt Günter Grass in ‚Hundejahre‘. Die deutsche Version von Baseball oder Cricket, von der Turnerschaft gegen den verhassten Fußball in Stellung gebracht und von den Nazis als völkischer Sport gepriesen, geriet nach dem Krieg in Vergessenheit. Nur auf Langeoog und Spiekeroog, zwei benachbarten Ostfriesischen Inseln, hat Schlagball überlebt. „Am Strand spielten die so ein verrücktes Spiel,“ erinnert sich Manfred Schimmler aus Kiel an seinen ersten Inselurlaub. Heute gehört er zu den begeisterten Schlagballern, die den Sport wieder zurück aufs Festland geholt haben.

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Deutschlandfunk Kultur: Mein Verein - Die Rugby-Damen des USV Potsdam

Deutschlandfunk Kultur: Begehrte Tortur - Paris-Brest-Paris der älteste Radmarathon Europas

„Wenn der Hintern weh tut, hast du sicher etwas falsch gemacht“, sagt Reiner Paffrath. Er fährt zum sechsten Mal ‘Paris–Brest–Paris’. Die 1200 Kilometer lange Stecke des ältesten Radrennens der Welt ist nicht in Etappen eingeteilt. 1891 saß der Sieger fast drei Tage ununterbrochen im Sattel. Der Streckenrekord von 36 Stunden und 55 Minuten aus dem Jahre 1951 wird wahrscheinlich nie mehr unterboten, denn Paris-Brest-Paris ist aus dem Rennkalender der Profis gestrichen. Amateure jedoch halten an dem Klassiker fest. Teilnehmer müssen nachweisen, dass sie innerhalb eines Jahres 200, 300, 400 und 600 Kilometer am Stück gefahren sind. „Ich glaube, es gilt fürs Leben allgemein, dass man einfach sagt: ich schaffe das“, sagt ‘Paris-Brest-Paris’-Veteran Claus Czycholl aus Hamburg.

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